Fellwechsel

Ausgelöst durch Temperatur- und Lichtveränderungen setzt zwei Mal im Jahr bei Hunden ein natürlicher Prozess ein: der Fellwechsel

Verantwortlich für diese Anpassungen sind hauptsächlich die Tageslichtlänge und das Hormon Melatonin, wobei auch Faktoren wie Alter, Rasse, Hormonstatus und Stress eine Rolle spielen. Dieser genetisch gesteuerte Prozess sorgt dafür, dass der Hund optimal an die jeweiligen klimatischen Bedingungen angepasst ist. Im Herbst durch den Aufbau des Winterfells und im Frühjahr durch das Abwerfen der Haare für ein leichteres Sommerfell. Besonders deutlich zeigt sich der Fellwechsel bei Rassen mit ausgeprägter Unterwolle, etwa dem Schäferhund. In der Regel dauert der Fellwechsel sechs bis acht Wochen und findet im Frühjahr (April bis Mai) sowie im Herbst (September bis Oktober) statt. 

Pflege während des Fellwechsels

Mit der richtigen Pflege und einer ausgewogenen Ernährung meistern Hunde den Verlust und das Wachstum neuer Haare meist problemlos. Empfehlenswert ist das regelmäßige Bürsten, um abgestorbene Haare zu entfernen, Verfilzungen vorzubeugen und die Luftzirkulation im Fell zu erhalten. Zusätzlich wird durch das Bürsten die Hautdurchblutung angeregt, wodurch Entzündungen und Schuppenbildung vorgebeugt werden können. 

Best Friends für die Fellgesundheit:

  • Omega 6 Fettsäuren (z.B. Borretschöl, Nachtkerzenöl, Leinöl)
  • Omega 3 Fettsäuren (z.B. Algenöl oder Fischöl)
  • B-Vitamine, insbesondere Biotin 
  • In ausreichendem Maß und richtigen Verhältnis: Zink, Kupfer und Eisen

Ernährung während des Fellwechsel

Auch die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle: Hochwertige, leichtverdauliche Proteine, essenzielle ungesättigte Fettsäuren sowie Spurenelement und Vitamine unterstützen deinen Hund optimal während des Fellwechsels. Eine gezielte Kur mit B-Vitaminen, beispielsweise mit Bierhefe (Achtung bei Allergikern!), Zink, Kupfer und Eisen kann sinnvoll sein. Als Fettsäurenbooster eigenen sich Borretsch- oder Nachtkerzenöl und Algen- oder Fischöl. 

Die Kur sollte idealerweise kurz vor Beginn des des Fellwechsels starten und bis zu dessen Abschluss durchgeführt werden. 

Fellgesundheit als Spiegel der Gesundheit

Treten außerhalb der Fellwechselperiode übermäßiger Haarausfall, kahle Stellen, stumpfes Fell, Hautentzündungen oder Juckreiz auf, sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden. Denn diese Symptome können auf Parasitenbefall, Erkrankungen oder Allergien hinweisen. Bei dem Verdacht auf ernährungsbedingten Nährstoffmangel hilft eine Rationsüberprüfung, um Klarheit zu schaffen. Eine angepasste Fütterung kann schnell zu einer sichtbaren Verbesserung der Fellgesundheit führen.

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